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Abtei Prémontré



Die Abtei Prémontré in Prémontré westlich von Laon (Département Aisne, Frankreich) war das Mutterhaus des Prämonstratenserordens.

Geschichte

Norbert von Xanten gründete die Abtei im Jahr 1120 auf Brachland, das zuvor der Abtei Saint-Vincent (die Mönche von Saint-Vincent hatten vergebens versucht, das Land zu kultivieren) und später einem Bischof von Laon gehört hatte. Die Mönche von Saint-Vincent. In der Schenkungsurkunde wurde der Ort "Præmonstratus" oder "pratum monstratum" ("Pré-montré" oder Prémontré) genannt, vielleicht aufgrund einer im Lichtung im Wald, aber auch in naheliegender Anlehnung an "locus praemonstratus", "gezeigter Ort", wie in den Lebenbeschreibungen Gottfried von Kappenbergs, einem der ersten Schüler Norberts (1127): "Venit ad locum vere juxta nomen suum, a Domino premonstratum, electum et prædestinatum". Eine alte Überlieferung berichtet, dass der Bischof von Laon und Norbert von Xanten Prémontré Mitte Januar besucht hätten, und dass der Bischof Norber das weiße Habit am 25. Januar, dem Fest der Konversion des Paulus von Tarsus(Damaskuserlebnis, übergeben habe. Zum Ende des Konzils von Lüttich von 1131 kamen Papst Innozenz II. und Norbert nach Laon zu Bischof Bartholomäus. Gemeinsam besichtigten sie die Abtei Prémontré, wo bereits jetzt etwa 500 Priester, Kleriker und Laienbrüder unter der Leitung Abt Hugo von Fosses lebten. Im Generalkapitel von 1141 wurde entschieden, das Frauenkloster (es war ursprünglich Brauch bei den Prämonstratensern, Doppelklöster zu errichten) so zu verlegen, dass es mindestens eine Meile vom Männerkloster entfernt war. Am 10. Februar 1161 starb Abt Hugo, sein Nachfolger wurde Philipp, Abt von Belval in den Ardennen. Abt Johannes II. gründete 1252 das Kolleg der Prämonstratenser an der Sorbonne. Nach dem Tod des 43. Generalabts von Prémontré, Virgilius, gelang es dem Kardinal Franz von Pisa als Kommendatarabt von Prémontré eingesetzt zu werden, und belegte 1535 die Abtei und ihre gesamten Einkünfte mit Beschlag. Sein Nachfolger wurde der Kardinal Ippolito II. d’Este († 1572), päpstlicher Legat in Frankreich. Taiée nennt diese beiden Kardinäle "les fléaux de Prémontré" (die Geißeln von Prémontré)[2]. Nach dem Tod Estes kam eine freie Wahl zustande, in der Jean Des Pruets, Theologe an der Sorbonne, gewählt wurde, die am 14. Dezember 1472 von Papst Gregor XIII. auch bestätigt wurde. Des Pruets gelang es, die finanziellen Verhältnisse in Prémontré und anderen Häusern des Ordens wiederherzustellen. Er starb am 15. Mai 1596. Seine Nachfolger, Longpré und Gosset, waren ebenfalls fähige Äbte, deren Nachfolger allerdings wurde der Kardinal Richelieu als Kommendatarabt. Der letzte Generalabt, l’Ecuy, wurde 1781 gewählt. In der Französischen Revolution wurde die Abtei aufgelöst, beschlagnahmt und an einen gewissen Cagnon verkauft, der einige Gebäude abreißen ließ und die Steine verkaufte. Nach einigen weiteren Besitzwechseln kam die Abtei in die Hände von Paul-Armand de Cardon de Garsignies, Bischof von Soissons, dessen Nachfolger es an das Département Aisne verkaufte, das wiederum aus der Abtei eine psychiatrische Anstalt machte.


Gebäude
Von der mittelalterlichen Abtei ist kaum etwas erhalten geblieben. Lediglich drei Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert stehen noch, von denen eines als Norbert von Xanten geweihte Kirche genutzt wird. Der übrige Teil dient weiterhin als psychiatrisches Krankenhaus.


Textquelle: , für Versionen und Autoren vgl.

 


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